Teenagerzeit

Nachdem mein Mann gestern Abend schlafen ging, sprang ich unter die Dusche und machte mich ausgehfertig. Kurzer Lederrock, rotes Spaghettitop, beigefarbener Pullover, hohe Schuhe und Schminke

Die versteckten Kondome vergaß ich dann mitzunehmen und ging noch schnell zum Laden, der bis 23 Uhr geöffnet ist. Ein Bier für den Weg und Kondome für die Disco. Das Kondomekaufen war ne lustige Sache. Ich fand sie zuerst nicht und sah aus den Augenwinkel einen Verkäufer auf mich zukommen. Ich drehte mich zu dem um, öffnete den Mund und blieb stockend stehen, weil der so hübsch war. Aber er merkte, dass ich was wollte und blieb fragend vor mir stehen. Und ich fragte ihn. Ihm schien es ähnlich unangenehm zu sein. Er gab mir aber die Auskunft, dass die Kondome im Schrank sind und ich an der Kasse Bescheid geben müsse. Was für ein Glück, dass er gerade eine Kasse eröffnete, an die ich mich anstellen konnte. Er rief dann auch jemanden, der vor dem Bezahlvorgang mit mir zum Schrank ging.

So, dann lagen auf dem Band ein Bier und Kondome, der bunte Mix. Er kassierte professionell und wünschte mir einen schönen Abend ohne mich dabei anzusehen. Ich musste schon lachen, bedankte mich und sagte, dass ich den haben werde.

Dieses Mal war ich so klug mich ohne Auto auf den Weg zu machen. So konnte ich trinken was ich wollte. Nun machte ich mich auf den Weg und traf mich mit meiner Freundin. Zuerst wollten wir in eine Cocktailbar, aber die war so mega voll, dass wir gleich ins Havanna weiterzogen. Und da war es recht lustig. Ich war da gerade voll am rummachen, tanzte wieder hot und entdeckte jemanden, wo ich der Meinung war, den zu kennen. Er erblickte mich und ich sah, dass auch er sich fragte, woher er mich kennt. So ging ich auf den zu und fragte ihn direkt. Und dann dämmerte es mir. „Hast du ein Kind, was in der Kita ist?“ Und er nannte die Straße der alten Kita und ich den Namen des Kindes. Tada – der falsche Kita-Vater!

Im ersten Moment war es mir unangenehm, aber dann – mit noch nem Bier – war es mir (fast) egal! Doch die Kondome blieben unbenutzt…

Nachts um 4 Uhr war ich wieder zuhause. Mein Mann schlief nach wie vor und ich ging ebenfalls ins Bett.

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3 Gedanken zu “Teenagerzeit

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