Keks

Boah, ich gehe mir selber so auf den Keks und kann damit nicht aufhören.

Warum bin ich nur so eine gestörte Trulla? Voll die Psychotante… Ich dachte, ich hätte mich langsam im Griff, aber irgendwie will das nicht so. Und vor allem bin ich zu mir selbst so unehrlich. Zu anderen noch mehr, weil ich wieder Angst habe verurteilt zu werden.

Dabei möchte ich so gerne so vieles aus mir herausschreien, in der Hoffnung, dass es dann weniger wird. Weniger an Gefühl, weniger an Gedanken.

Ich weiß, ich mache einen normalen Eindruck, bekomme meinen Alltag „gut“ hin, dabei ist es gar nicht so, wie es scheint.

Und jetzt gebe ich es hier mal zu. Ich bin voll verknallt oder so etwas ähnliches. Ständig muss ich an ihn denken, ständig lese ich mir unsere Mails durch, ständig kontrolliere ich, wann er das letzte Mal online war… dass nervt!

Und dann schreibt er mir so liebe Dinge und dann stößt er mich wieder weg. Das ist so anstrengend! Und ich bin so klettig. Ich wünschte, ich könnte da einfach einen Strich drunterziehen und gut ist!

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Keks

nicht fair

Irgendwie tut es mir leid, dass ich Gefühle habe, die ich halt habe.

Sie sind nicht fair. Nicht fair meinem Mann gegenüber und auch der Frau des Kita-Vaters nicht. Sie ist so ahnungslos. Und wenn ich es mal beim Namen nenne, missbrauche ihr Vertrauen.

Wir haben so viel Spaß miteinander, also die Mutter und ich. Ich mag sie auch, aber eigentlich habe ich nur Interesse an ihrem Mann…

nicht fair

Laufen

Abgesehen davon, dass ich mit einem Lauftraining begonnen habe, finde ich, dass mein Leben am Laufen bleiben muss.

Bei Kindern nennt man es immer liebevoll „Phase“. Wie soll ich meinen Zustand beschreiben? Keine Ahnung.

Gestern fragte ich meinen Mann, ob wir in einer Tapas-Bar essen gehen wollen. Er verneinte, weil er diese Woche schon einmal mit mir draußen war. Tja, dass muss wohl ausreichen.

Gestern erwähnte ich ihm gegenüber, dass ich am Freitag in der Mittagspause gejoggt bin. Und vielleicht könnte ich ja irgendwann mal an einem Marathon mitmachen. Halbmarathon reicht mir als Anfang. Er stöhnte und verdrehte die Augen.

Später dachte ich darüber nach, evtl. einen Tanzkurs zu besuchen, weil ich derzeit so eine Freude beim Tanzen verspüre. Zu dem Gestöhne und Augengerolle kam die Frage, ob da andere Männer wären. „Ja, bestimmt!“ Will er nicht. Und warum ich jetzt überhaupt aufs Tanzen käme.

„Ich habe an den Wochenenden gemerkt, dass ich es liebe eine Bühne zu haben, wo ich bewundert werde. Und beim Tanzen bin ich so sehr bei mir, dass gefällt mir. Ich spüre mich, meine Körper und auch meine Umgebung.“

Begeisterung sieht anders aus. Verständnis auch. Was fehlt mir bei meinem Mann? Das er an meinem Leben teilnimmt! Er lebt virtuell und da ist alles interessant. Er interssiert sich dafür, wie Menschen in Toggo leben, kann darüber stundenlang mit voller Begeisterung reden. Aber bei meinem Leben hört das Interesse auf.

Deswegen bin ich so empfänglich für andere Männer. Und auch Frauen. Ich will leben. Und dazu brauche ich input und zwar aus dem realen Leben. Das virtuelle Leben ist zwar auch ein Teil des realen, aber mir zu unpersönlich.

Ich schrieb bereits, dass ich nun für mich entschieden habe in zwei Welten zu leben. So habe ich mich für einen Besuch in einem Swingerclub entschlossen. Nächsten Freitag will ich dahin. Vielleicht gibt mir das ja den Kick, den ich derzeit brauche. Hoffentlich unkompliziert. Ich hab ihm einen gemeinsamen Besuch vorgeschlagen. Er: „Du bist doch ein ganzer Swingerclub, mit deinen Phantasien und was du alles spielen kannst.“ Tja, danke für’s Kompliment, leider befriedigt dich das, aber mich nicht so wirklich.

Ist es verwerflich, wenn man in zwei Welten lebt? Ich möchte ihn nicht verlieren, er ist mir wichtig, aber mich auch nicht. So oft habe ich es angesprochen, Lösungsvorschläge gemacht…

Laufen

Sinn des Lebens

Ich wurde vor kurzem in diesem Forum gefragt:

Was findest du in dem Kita-Papa, das du bei deinem Mann nicht hast?

Ein Teil meiner Antwort lautete:

„Schnellen, geilen, unkomplizierten, aber verbotenen Sex…“

Und nun sitze ich hier und frage mich, ob es das ist. Abgesehen davon, dass diese Geschichte jetzt vorbei ist. Es ist mir zu kompliziert geworden 😂😂😂

Körperlich will er, schreibt mir, dass er zu wenig Sex in seiner Ehe hat, dass er mich und meine Phantasien toll findet, aber Angst hat seine Familie zu gefährden. Menschlich gesehen ist das sehr liebenswert und finde ihn gleich noch süßer. Aber, wenn ich einen Mann süß finde, könnte ich mich glatt verlieben, da regt sich sexuell aber gar nichts mehr bei mir. Das hat dann nichts mehr mit hemmungsloser Geilheit zu tun.

Also muss jetzt was anderes her.

Eigentlich wollte ich nach dem Sinn des Lebens Ausschau halten und hab mich wieder verquatscht.

Als ich noch fett war, bestand mein Sinn darin, schlank zu werden. Gut, bin ich jetzt – und nun? Da ist sie wieder – diese Sinnlosigkeit.

So sitze ich hier und bin mal wieder auf der Suche. Und habe aber immer nur das Sexuelle im Kopf. Warum? Soll das der Sinn sein?

Sinn des Lebens

Lebenskampf – Friedhof

Die Therapiestunde heute war wieder sehr aufschlussreich…

Und ich weiß trotzdem nicht was ich will, bin immer und immer wieder auf der Suche nach dem Sinn des Lebens, ohne ihm zu begegnen. Vielleicht hab ich ihn schon getroffen und nicht erkannt. Möglich!

Ich sagte zu ihr, dass wenn mein Leben friedlich ist, ich mich irgendwie tot fühle.

Sie: „Es heißt ja auch Lebenskampf und Friedhof!“

Lebenskampf – Friedhof

nicht mein Tag

Jeder kennt ihn, jeder hat ihn mal – dieser Tag, der einem nicht gehört…

Heute bin ich dran, der heutige Tag ist nicht meiner. Wäre ich doch nur meinem Bauchgefühl treu geblieben. Aber nein, ich musste ja mein Bett verlassen…

Den ganzen Tag fühlte ich mich mal wieder so unnatürlich müde. Abgesehen davon, dass ich mein Handy zuhause vergaß…

Der Klopper, der mir den Rest gab, kam am Nachmittag auf Arbeit. Unsere FSJlerin rief mich panisch. Komme angerannt und sehe ein blutüberströmtes Kind. Alles läuft aus dem Mund. Durch den starken Blutfluss und das Schreien, gurgelte das Blut. Boah…

Ich schnappe mir das Kind und sag der FSJlerin, sie solle eine Erzieherin aus dem Garten holen. Handschuhe an, Windelflies und rauf auf die Wunde. Irgendwie den Fluss stoppen. Mittlerweile alles voller Blut, das Kind, ich, das Waschbecken und der Boden.

Die Kollegin kam und half mir. Was mich sehr beruhigte und ich somit dann das Kind noch mehr. Und da spürte ich mein Zittern. Der Blutschwall wurde glücklicherweise sehr schnell weniger und konnte auch gestoppt werden. Beim Betrachten des Mundraumes sah ich eine Wunde im Innenraum des Mundes. Und die Wange schwoll an.

Im Endeffekt war alles gar nicht so schlimm, der Schreck war trotzdem riesig. Dann passierten noch so einige kleinere Unfälle, wie Kopf stoßen und kühlen…

Einfach nicht mein Tag!

nicht mein Tag

Ventil finden

Ich brauche ein neues Ventil für all meine Energie, denn ich weiß nicht wohin damit.

Gestern Abend waren mein Mann und ich im Kino. Bohemian Rhapsody – toller Film. Danach wollten wir aber unbedingt noch was einkaufen, doch der gut zwei Kilometer entfernte Laden schließt in 15 Minuten. So fingen wir an zu joggen-gehen-joggen-gehen bis wir da waren. Und wir haben es geschafft. Ich hab mich so großartig gefühlt, noch nie in meinem Leben bin ich gejoggt, obwohl ich es immer wollte.

Seit letzten Freitag gehe ich zügigen Schrittes immer zur Arbeit, ca. 35 Minuten brauche ich schon… und heute dachte ich mir, mache mal da weiter, wo ich gestern Abend aufhörte. So joggte ich zur Arbeit. Es war toll.

Mal gucken, ob ich damit wieder ein bisschen normaler werde. Meine derzeitige Teenagerzeit genieße ich zwar, geht mir manchmal aber auch auf den Sack, einfach deswegen, weil das Switchen zwischen Jugendliche und Erwachsene nicht klappt.

Ventil finden