Traum

Heute Nacht träumte ich, dass ich in meinem Bett liege und schlafe. Ein Mann kommt, kann nicht erkennen wer es ist, legt sich auf mich und will in mich eindringen.

Ich versuche nach meiner Mutter zu rufen, aber meine Stimme versagt, es kommt nur ein leises, krächzendes „Mama“ aus meinem Hals.

Als ich aufwachte, hatte ich das Gefühl, dass das ganze Bett zittert.

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Traum

der Vogelmann

Am Donnerstag ist unser Kanarienvögel nach 7,5 Jahren Familienzugehörigkeit gestorben. Sehr rasch und ziemlich unerwartet.

Für meinen Mann ist der Verlust viel schmerzhafter, ich komme gut klar damit. Klar war auch ich im ersten Moment traurig, aber viel eher wegen meinem Mann. Der Vogel war hin und wieder Streitthema, ähnlich wie ein Kind.

So sehe ich jetzt zum Beispiel eher die Vorteile: endlich wieder vernünftig, ohne Rücksicht auf den Vogel, lüften. Ich muss nicht mehr ständig die Kacke in der Wohnung wegmachen, denn er war ein Freiflugvogel. Und ich kann abends überall Licht anmachen und in einer normalen Lautstärke sprechen.

Nun kann ich auch endlich mein Wohnzimmer renovieren, so wie ich es seit einiger Zeit vor habe. Darüber sprachen mein Mann und ich erst noch vor kurzem. Er wollte den Vogel dann wieder fliegen lassen und alles vollkacken lassen und das wollte ich nicht und sagte ihm, dann warte ich eben, bis der Vogel nicht mehr ist.

Naja, jetzt ist es so weit. Und dennoch, weil der Vogel kann ja nichts dafür, wünsche ihm einen letzten guten Flug. Heute ist noch die Beerdigung.

der Vogelmann

überfordert?

Ich bin so mega erschöpft, dass mir sogar das Ausruhen zu viel ist. Auf Arbeit ist es zur Zeit einfach nur eine Katastrophe. Meine direkte Kollegin ist krank und fällt wohl längere Zeit aus. Und irgendwie muss ich das alles auffangen. Ihr Wegfall ist nicht das Drama, sondern eher der Ersatz, den ich dafür bekam. Egal, ich muss da durch, es führt kein Weg daran vorbei.

Mein lieber Mann ist seit letzten Samstag wieder Zuhause. Am Montag waren wir schon zum ersten Nachsorgetermin. Es sieht alles super aus, er soll sich aber schonen, nicht viel stehen und laufen. Der Arzt sagte: „Mit fester Stimme wünsche äußern.“ Also bleibt der Haushalt größtenteils auch an mir hängen. Und dann ist da noch die Betreuungsarbeit für meinen Bruder, dessen Eintritt in die Behindertenwerkstatt geklärt werden muss. Und dann noch die Dokumentation für die Kita-Kinder und Abschiedsgeschenke besorgen… ooooooch!

überfordert?

Good bye

Letzten Sommer habe ich irgendwie versucht, einen Teil der Vergangenheit zu beenden. Also so richtig emotional. Ich bin mir nicht sicher, ob es denn so wirklich funktioniert hat. Jedenfalls war/bin ich sehr in einem Gewissenskonflikt gefangen. Heute Nacht habe ich geträumt und vielleicht gibt das ja irgendwie Antwort.

Ich war wieder in meiner alten Wohnung. Mein Exmann und ich mieteten sie zusammen an und ich blieb nach seinem Auszug noch zwei Jahre darin wohnen. Immer mal wieder habe ich den gleichen Trauminhalt. Mir ist im Traum bewusst, dass ich schon lange nicht mehr in dieser Wohnung lebe, aber immer wenn ich dahin zurückkehre, ist sie unbewohnt, aber möbiliert und mein Schlüssel passt noch. Zufälligerweise kreuzt mein Exmann auch da auf und wir beginnen sexuelle Handlungen vorzunehmen. Heute Nacht habe ich es abgebrochen und ihm gesagt, dass ich das nicht mehr will, weil ich meinen Mann liebe und ihm nicht weh tun möchte.

War das mein Abschied, meine Art jetzt alles zu beenden? Bleibt die Vergangenheit nun Vergangenheit? Das wäre schön!

Good bye

überstanden

Mein Mann wurde heute operiert und hat alles gut überstanden. Deshalb bin ich glücklich geschafft.

9:30 Uhr sollte er da sein und sich bei der Aufnahme melden. Alles erledigt gingen wir auf Station. Die Krankenschwester war echt cool und lustig… sie konnte uns ein wenig die Aufregung nehmen. Er bekam diese Leck-mich-am-Arsch-Pillen, die seiner Aussage nach überhaupt nicht wirkten. Es wollte ihn keine Müdigkeit überkommen. Sein Schnarchen verriet aber anderes 😂 Ich liebe diesen Mann so sehr.

Und was macht Frau so, wenn am Mann rumgeschnippelt wird? Richtig, shoppen. Eigentlich war ich auf der Suche nach einer Lokalität. Eigentlich wollte ich ins Sixties (geiler Burgerladen) war aber geschlossen. Also bin ich vom Hackischen Markt zum Alexander Platz gelaufen.

Im Galeria Kaufhof erstand ich Ballettschuhe, die ich für mein Faschingskostüm in der Kita brauche. Bauchtänzerin, mal was anderes als Prinzessin. Und ich muss gestehen, ich war auch im Primarkt. Dort habe ich die billigsten Armbänder gekauft, die es gab. Für ein Faschingskostüm sehe ich es nicht ein, teuren Schmuck zu kaufen. Es soll halt nur klimpern…

Es gibt ein Restaurant im Galeria Kaufhof und da wollte ich zum Schluss hin. Und was soll ich sagen? Ich war total überfordert. Konnte mich für kein Gericht entscheiden. Alles war zu viel. Also an Menge, aber auch an Auswahl und vor allem an Menschen. Es war soooo voll. Also bin ich wieder raus. KFC kam mir dann in dem Sinn. So lief ich los. Die gleiche Unruhe überfiel mich. Alles zu viel. So ging ich weiter und merkte, wie mir immer schlechter wurde vor Hunger. Ich sah es aber nicht ein, mir nun irgendwas zu kaufen. So lief ich zurück zum Krankenhaus, in der Hoffnung etwas Ansprechendes zu finden. Nix. So ging ich in die Krankenhauskantine und bestellte mir ein olles Hacksteak, grüne Erbsen, Champignonpampe und Kartoffeln. Das meiste landete davon leider im Müll (hoffentlich!). Normalerweise lasse ich mir das Essen einpacken, aber es war so unappetitlich, dass ich nicht die Muße dazu hatte. Ich hätte es nicht nochmal gegessen und der Mann lag ja gerade im OP-Saal.

Kaum war ich auf Station wieder angekommen, haben sie auch schon meinen Mann aus dem OP geholt. Da war ich froh. Bis zum Ende der Besuchszeit blieb ich bei ihm. Las ich ihn verließ, ging es ihm prächtig. Nun hoffe ich, dass es ihm weiterhin so gut geht. Jedenfalls hat er auch einen netten Zimmernachbarn. Am Samstag darf ich ihn schon wieder mit nach Hause nehmen. Da freue ich mich sehr.

überstanden

Dinge, die ich schon immer machen wollte…

Heute war wieder Therapietag. Auch nach knapp sieben Jahren ist sie toll, sowohl die Therapie als auch meine Therapeutin.

Wir sprachen über meine Leere. So ein komisches Gefühl. Anders als früher, ich fühl‘ mich nicht mehr einsam, sondern nur leer. Mir fehlen die Worte um das Gefühl so wirklich beschreiben zu können. Es ist einfach komisch anders.

Das Gefühl muss irgendwie gefüllt werden. Das ist mein Bedürfnis. Daher bin ich auf der Suche nach Dingen, die ich schon immer mal machen wollte, so eine Art Löffelliste.

Jetzt wollte ich schon wieder das Wort komisch benutzen. Vielleicht bin ich ja auch komisch. Nun gut. Jedenfalls wollte ich schon immer mal alleine ins Kino gehen. Und das erledige ich heute. Ich werde mir den neuen Film mit Julia Roberts „Wunder“ ansehen. Mal gucken wie er ist. Und das alles entschied ich ganz spontan beim Shoppen…

Der Mann ist beim Fußball und ich mache mir auch einen schönen Abend…

Dinge, die ich schon immer machen wollte…

Wunsch

Ich wünschte mir, ich hätte just in diesem Augenblick Kopfhörer dabei. Dann müsste ich mir nicht so ein dummes Gequatsche anhören.

Ich sitze gerade in meinem Lieblingscafe und neben mir ein (evtl.) Pärchen. Sie frühstücken Rühreier und Brötchen. Er schwärmt davon, wie toll ein Toast dazu wäre und sie antwortet, dass es ihr zu viel Sünde wäre. Und ich habe mir gerade ein großes Frühstück bestellt, natürlich mit weißen Brötchen…

Zur Zeit habe ich arge Probleme mit dem Essen und da kommt das mega unpassend für mich. Da muss ich jetzt durch… und doch frage ich mich, wie man sich beim Essen nur über Essen unterhalten kann.

Wunsch