PS. Ehrlichkeit

Ein Gutes der ganzen Misere:

wir sind ehrlicher zueinander geworden. Eine hundertprozentige Ehrlichkeit gibt es nicht, aber wir sind gut dabei.

Manchmal sehr schmerzhaft. Aber ist die Wahrheit das nicht immer. Nur wenn wir die Problematik benennen, können wir auch an ihr arbeiten. Kostet viele Tränen, Kraft, bringt aber wieder Vertrauen in die Beziehung.

Schade, dass wir nicht viel früher ehrlicher zueinander waren, dann hätte es diesen „Umweg“ nicht gebraucht. Obwohl ich schon auch froh um die gemachten Erfahrungen bin.

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PS. Ehrlichkeit

keine Überschrift

Puh… wieder so viel passiert.

Ich habe meinem Mann „gebeichtet“, was er sich sowieso schon dachte, dass ich in Swingerclubs war.

Seine erste Reaktion war, dass er stolz auf mich ist, weil ich so mutig war, mich auszuleben.

Dann kam die Realisierungsphase. Er verstand, ich hatte Sex mit anderen Menschen. Sein Selbstbewusstsein nahm ab, seine Angst mich zu verlieren nahm enorm zu.

Wir gehen gerade einen schwierigen Weg, aber wir gehen ihn zusammen.

Leider musste ich ihm auch teilweise die sexuellen Gefühle für den Kita-Vater gestehen. Denn, auch wenn Gedanken frei sind, sollte man sie beim Sex mit dem Ehepartner nicht aussprechen. Den falschen Namen zu sagen, war einfach idiotisch. Ich hielt zwar inne, leider zu spät, so dass er meinen Fauxpas bemerkte.

Auch wenn wir gut an unseren Problemen arbeiten, gibt es selbstverständlich Tiefen. Er klammert, will immer in meiner Nähe sein, auch außerhalb unserer vier Wände, was ich toll finde, mir aber manchmal die Luft zum Atmen nimmt.

Aber ich weiß, dass alles gut wird, für uns beide.

keine Überschrift

zu viel von allem

Oft habe ich angefangen zu schreiben und immer wieder verworfen. Wahrscheinlich, weil es falsch war, falsche Emotionen. Ich möchte jedem zeigen, wie gut es mir geht. Wie toll Prag und New York waren. War es wirklich und dennoch ist es sooo leer in mir.

Ich muss aufpassen, auf mich, auf meine kleine Seele. Ich muss mich schützen und weiß nicht wie. Oft ist in meinen Gedanken der einzige Ausweg der Tod. Ich bin so überfordert vom Leben, von Gefühlen. Und dann gehe ich auf Partys, mache irgendwelche verrückten Dinge, möchte besonders sein.

Und dann verliebe ich mich. Ich würde nicht behaupten, dass es so Knall auf Fall kam, es ist ja seit fast einem Jahr so, dass mein Herz schneller schlägt, sobald ich diesen Mann sehe.

Was überhaupt nichts an die Gefühle zu meinem Mann verändert. Gott, ich bin so durcheinander. Ich liebe und bin verliebt. Es ist so komisch alles. Bei meinem Mann ist so eine tiefe Liebe, Verbundenheit, Sicherheit – niemals möchte ich ohne ihn sein. Und dennoch könnte ich mir eine offene Beziehung vorstellen, ja, ich könnte ihn mit einer anderen Frau teilen. Ich verspüre keine Eifersucht.

Und dann ist da dieser verheiratete Mann, der seine Frau nicht betrügt. Sich aber mit einer Kommilitonin treffen will und ich bin so eifersüchtig, dass es mir den Schlaf raubt. Ich habe solche Angst, dass meine Freundin Recht haben könnte, wenn sie sagt, ich wäre einfach nicht sein Typ, wenn die richtige Frau käme, würde er sofort seine Ehefrau betrügen. Ist es einfach meine Angst, nicht gut genug zu sein? Nicht auszureichen?

Und dann ist da dieser Zwiespalt. Ich bin nicht nur in ihn verliebt, sondern in die ganze Familie. Er hat so eine tolle Frau und Kinder. Wenn ich alle angucke, ich fühle so viel Liebe. Und dann frage ich mich, wie man so viel Liebe in sich tragen kann. Furchtbar schwer zum Aushalten. Furchtbar schwer „richtige“ Entscheidungen zu treffen.

Ich will alles.

zu viel von allem

puh

Eigentlich gibt es sooo viel zu berichten, doch hab ich derzeit keine richtige Lust zu bloggen…

Ich hab es tatsächlich geschafft, mit meinem Mann nur mit Kondom zu schlafen ohne das ich ihm was erklären muss. Ich meine, er denkt sich sowieso, dass ich Sex mit anderen habe. Und das ich was mit meiner Freundin hatte, hab ich ihm jetzt erzählt. Und er freut sich, dass ich mich getraut habe…

Jedenfalls habe ich die Zeit herum bekommen können um mich auf alle möglichen Geschlechtskrankheiten testen zu lassen. Alle Ergebnis negativ, dass ist doch mal eine positive Nachricht.

Meine letzte Therapiestunde war sehr intensiv. Das Gute an den vergangenen Erfahrungen war, dass ich bestimmte Phantasien ausprobieren konnte. Nun weiß ich, was mir gefällt und was nicht.

Letztes Wochenende war ich wieder unterwegs… es passierte nichts. Und das war gut so.

Aber eines muss ich gestehen. Ich kann den Kita-Vater nicht vergessen. Letzte Woche trafen wir uns zweimal mit den Kindern auf dem Spielplatz. Boah, ich will den so sehr. Echt, ich habe noch nie jemanden so sehr begehrt. Wenn ich den ansehe, laufe ich aus. Ob ich will oder nicht, mein Körper reagiert so sehr auf ihn… mmhhhh!

Für mich steht fest: Sex mit Ehemann, Phantasieträumereien mit Kita-Vater und Dreier mit meiner Freundin und ihrer Affäre. Das muss mich auslasten 😂

Morgen geht’s nach New York. Zweiter Versuch! Ich hab irgendwie Angst, dass wieder etwas passiert…

puh

zwischen Leben und Tod

Diese Woche hat es in sich.

Am Freitag verabschiedete sich eine ehemalige Kollegin mit einer Party in den Ruhestand.

Meine Schwester holte mich von dort ab, sammelten dann zusammen noch meine Freundin ein und gingen in einen Club zur Depeche Mode Party. Ich wusste, dass das ein „Schmuddelladen“ ist, aber so hab ich dann doch nicht mit gerechnet.

Es dauerte gar nicht lang bis ich den ersten Typen an der Angel hatte. Wir tanzten, knutschten und vögelten dann auch. Naja. So kann man es stehen lassen. Danach verliere ich sofort mein Interesse. Ich weiß nicht was mit mir los ist. Wie kann ich all das machen? Auf einer Spielwiese liegen, vögeln und so viele Menschen um sich herum haben, die alle vögeln. Es ist nicht so, dass ich total hacke bin, ich bin bei Verstand und tue das alles. Am Anfang war es aufregend. Jeder Abend beginnt aufregend, aber sobald ich hab was ich will… und ich hab wieder mit meiner Freundin (meine 1. Freundin – sprich, nicht die vom letzten Wochenende) rumgemacht, sie geleckt und zu dritt mit nem Typen, der keinen hochkriegte.

Jetzt bin ich auf dem Weg zu einer anderen sehr engen, langjährigen Freundin. Wir werden jetzt zusammen frühstücken und dann ins Krankenhaus zu ihrer Mama fahren. Abschiednehmen. Ich sehe ihn schon wieder – den Tod.

Ich empfinde es besonders berührend und weiß es sehr zu schätzen, dass meine Freundin heute zum Muttertag da mit mir hingeht. Denn ihre Mama war für mich als Jugendliche meine Ziehmutter. Bis zu dem Tag als ihr Mann sich an mir verging und uns dadurch trennte. Und doch liebe ich diese Frau. Ich hoffe, sie weiß, dass ich längst alles verziehen habe und uns beide überhaupt keine Schuld trifft!

Ich muss/möchte ihr von Herzen eine gute Reise wünschen und das sie genau da immer bei mir unvergessen bleiben wird.

zwischen Leben und Tod

Freundin

Was war das gestern für eine Nacht?

Meine langjährige Freundin, wir kennen uns nun auch schon über 25 Jahre, waren gestern aus.

Zuerst waren wir beim Inder, dort wo ich den Kellner so toll finde. Wir flirten seit so vielen Jahren und beim letzten Mal hinterließ ich meine Telefonnummer. Er meldete sich aber nie. Und bis gestern hab ich es auch wieder vergessen. Nun ja. Gestern begrüßte er mich mit den Worten: „Du warst lange nicht da. „Ich guckte ihn verdutzt an und sagte: „So lange ist es doch gar nicht her.“ „Doch, vier Monate!“ antwortete er. Und ja, er hatte Recht, es waren vier Monate vergangen. Krass, er hat es sich gemerkt. Boah, war das süß. So flirteten wir wieder den ganzen Abend. Er sagte mir, wie toll ich aussähe und berührte ganz zufällig meine Hand, während er mich anlächelte. Ich trank wieder meine Mojitos, drei Stück und ich hatte echt ein Ding zu sitzen. Viel zu schnell kippte ich das Zeug hinunter.

Die Affäre meiner Freundin und ein Kumpel tauchten noch auf. Es war noch recht lustig und wir machten uns bald auf den Weg.

Naja, jedenfalls nach dem wir los sind, gingen wir auf einen Spielplatz und ich kletterte da besoffen rum. War lustig, ich war noch nie nachts auf einem Spielplatz.

Und jetzt zum eigentlich spannenden Ereignis. Wir sind dann zu dem Kumpel nach Hause gefahren. Also die Affäre kennt den und meine Freundin kennt ihre Affäre fast so lange wie mich. So vertraute ich… Zwischendurch holten wir noch Jim Beam und Coke.

Ich unterhielt mich mit dem Kumpel, er wirkte auf mich ein bisschen geistig behindert, und er erklärte mir seine Orgel. Der hatte ne Orgel in seiner kleinen 1-Zimmer-Bude. Sehr interessant. Aus dem Badezimmer hörte ich es klatschen und stöhnen. Ich ging gucken und meine Freundin ließ sich unter der Dusche vögeln. Wow, war sie hübsch. Noch hübscher als meine andere Freundin.

Er sah mich und rief mich dazu. Ich wollte nicht, da ich Angst hatte, meine Freundin würde das nicht wollen, da sie verliebt in ihn ist. Aber er kam dann nackt raus, holte mir einen Sitz, stellte den ins Bad und sie vögelten weiter, während er mich anstarrte. Boah, wurde ich feucht. Irgendwann landeten wir drei im Bett. Er vögelte uns abwechselnd.

Und dann küsste sie mich, während er ihn mir reinstieß. Das war so toll. Und ich drehte mich um, hielt ihm meinen Hintern hin und leckte und fingerte sie währenddessen. Boah, krass… und der andere Typ hat uns einfach zugeschaut.

Es klingelte an der Tür. Ich blieb im Bett liegen, meine Freundin ging ins Bad und die Affäre öffnete nur mit einem Handtuch bekleidet die Tür. Es war die Polizei! Wir waren wohl zu laut. 😬😁😂

Es hat sich dann geklärt, wir haben leiser gemacht und sind dann leider auch bald gegangen, da wir nicht mehr recht in Stimmung kamen…

Mein Leben ist ein Traum!

Freundin

Einsamkeit

Lang ist mein letzter Eintrag her. Klar ist in der Zwischenzeit so einiges geschehen, worüber ich aber keine Lust hatte zu berichten…

Bis heute!

Am Samstag fuhr ich mit zehn meiner Arbeitskolleg*innen nach Prag zur Teamfortbildung. Es war mega. Was haben wir gelacht. Mein Gott, hab ich mich frei gefühlt.

Heute ging es wieder zurück nach Berlin. Was soll ich sagen, es ist wie es ist und vor allem wie es jedes Mal ist, ich bekomme eine depressive Verstimmung umso näher ich dieser Stadt komme. Zwischenzeitlich kamen mir fast die Trämen, so sehr will ich nicht hier her. Und dann war es wieder da, dieses Einsamkeitsgefühl! Und gerade spüre ich es auch wieder enorm.

Ja ja, ich habe einen tollen Mann, Geschwister und Freunde. Und doch fühle ich so etwas komisches in mir. So als kann ich nicht ich sein. Und ja, so ist es ja auch teilweise. Hin und wieder fühle ich mich hier zu Hause so bedeutungslos, so ungesehen. Ich versuche es mal zu erklären.

Wow, ich sah heute echt sexy aus. Eine neue Strumpfhose von Calzedonia, mit Overknee-Muster, drüber eine kurze schwarze Short, ein schulterfreies, längstgestreiftes Oberteil und Schuhe mit einem kleinen Absatz. So kam ich nach Hause. Mein Mann bemerkte es und sagte auch, dass es heiß aussieht. Und das war es dann. Er hat sich gefreut mich zu sehen, aber dass war es dann auch. Und dann fühle ich mich wieder unsexy. Irgendwie hätte ich gerne, dass er nach fünf Tagen Einsamkeit über mich „herfällt“. Aber nichts da.

Wisst ihr, egal wie toll ich die Nacht im Swingerclub fand, und ich werde auch wieder hingehen, aber eigentlich ist es gar nicht das, was ich mir tief im Herzen wünsche…

Einsamkeit