Lösungen…

Die letzte Zeit verlief für mich mehr schlecht als recht. Ich hatte arge Schwierigkeiten mich am Leben zu halten, der Drang alles beenden zu wollen, wurde so enorm groß.

Ich schlief kaum noch, war mental mega erschöpft, kam aber nie zur Ruhe. Ich war ständig in körperlicher Bewegung, entweder lief ich stundenlang quer durch Berlin oder ich saß auf dem Rad.

Meine Arbeit überforderte mich immer mehr. Die Arbeit an sich und dazu kamen die Konflikte mit meinem Chef. Was zur Zeit aufgrund von Corona abgeht, geht über keine Kuhhaut. Die Menschlichkeit bei soooo vielen Personen bleibt einfach auf der Strecke und sie fühlen sich im Recht. Derzeit eine abartige Zeit.

Meine Therapie ist ja schon seit Ewigkeiten ausgelaufen, wenn ich mal ne Stunde brauchte, hat meine Therapeutin was freigeschaufelt und ich konnte für einen kurzen Moment sein. Vermutlich hat sie derzeit so viele andere Patient*innen, sodass als ich mal nach ’nem Termin nachfragte, keiner frei war.

So nahm ich Kontakt zur Telefonseelsorge auf. Ich schrieb mir einer Mitarbeiterin, wie sich ziemlich schnell herausstellte, war sie eine Befürworterin der kompletten Coronamaßnahmen inkl. Impfung und wollte mich davon überzeugen. Ich hatte das Gefühl, sie möchte meine Lage nicht verstehen. Konto gelöscht.

Was sollte ich nun tun, klares Denken fiel mir immer schwerer. Der Druck in der Kita stieg immer mehr, der Chef überschritt immer wieder seine Kompetenzen. Es ging soweit, dass ich während eines Streitgesprächs vor den Kindern zu weinen begann. Da war er endgültig über’s Ziel hinausgeschossen. Ich reichte meine Kündigung ein. Leider komme ich erst zum 31.07. aus dem Vertrag heraus, aber dafür habe ich zum 01.08. gleich eine neue Stelle.

Nach dem Versenden der Kündigung ging ich zu meiner Hausärztin und besprach offen mit ihr, wie es mir geht. Ich sagte alles. Ich sprach von der Brücke, ich sprach davon, dass die Bulimie im vollen Umfang zurück ist, ich sprach von dem übermäßigen Alkoholkonsum. Ich war ehrlich, zu ihr und zu mir.

Ich sagte ihr, ich bräuchte bei zweierlei Dingen ihre Hilfe. Wer kündigt und dann in den Leistungsbezug von ALG I kommt, erhält drei Monate Sperre. Man kann die umgehen, wenn es auf ärztlichen Rat geschehen ist. Ich saß schon des Öfteren aufgrund der Überlastung bei ihr und sie gab ihr okay. Sie hätte mir auch sofort einen Krankenschein ausgestellt. Den wollte ich vorerst nicht… mittlerweile, mit allen Schritten, die ich eingeleitet habe, kann ich nachts wieder schlafen. Nicht immer durch, aber zum mindest mehr als drei Stunden.

Und die andere Hilfe brauchte ich für Antidepressiva. Ich hätte sie genommen. Nun war es aber so, dass sie gerne möchte, dass ich zum Psychiater gehe. Jupp, würde ich auch tun. Ist aber schwer einen Termin zu bekommen. Aber ich denke, durch all meine Bemühungen wieder auf den richtigen Weg zu kommen, bin ich wieder ruhiger und stabiler geworden. Ich mache mir keinen Druck mehr. Es sind nur noch zwei Monate! Ein Ende ist in Sicht!

Lösungen…

Allerhand

Ich weiß schon gar nicht mehr, wann ich das letzte Mal schrieb. Ist vielleicht auch gar nicht so wichtig. Aber was ist auch schon wichtig. Mein letzter Gedanke, bevor ich anfing zu tippen war: Ob ich wohl wirklich ertrinken würde, wenn ich von der Brücke sprünge.

Aktuell ist es so, dass mir vieles auf den Magen schlägt und alles aussichtslos erscheint. Corona und ihre Anhänger machen mich wahnsinnig. Auf Arbeit habe ich diesbezüglich nur noch Stress und Streit mit meinem Chef. Weder will ich an den freiwilligen Corona-Schnelltests teilnehmen, die von unseren Kita-Eltern durchgeführt werden, noch will ich mich freiwillig impfen lassen und oben drein habe ich auch noch eine Maskenpflichtbefreiung. Mein Chef dreht total am Rad und setzt mich diesbezüglich so krass unter Druck. Aber im November saßen wir noch alle schön bei einem Bierchen zusammen. Er ist der Meinung, da wir vom Staat finanziert werden, wir auch wie Marionetten zu funktionieren haben. Leider bzw. glücklicherweise nicht mit mir! Er findet, in unserem Beruf muss eine Coronaimpflicht her. Tja, sorry, dann werde ich wohl erneut meinen Beruf wechseln müssen. Diese Aussage hat er überhaupt nicht verstanden, da er sieht, dass ich diesen Beruf liebe. Ja, aber für diese Liebe verkaufe ich meine Seele nicht!

Am Freitag haben wir uns so arg vor den Kindern und einer Kollegin (meiner Auszubildenden) gezofft, dass ich zum ersten Mal vor Wut wegen ihm geweint habe. Daraufhin das er mich in Ruhe lassen soll, ist er nicht eingegangen, sondern hat weitergemacht, so dass ich dann den Raum verlassen habe. Eingeschlossen im Klo, kurzer Heulkrampf und wieder zurechtmachen, komme ich erneut in den Raum und sehe meine Kollegin weinen, weil er bei ihr einfach weitergemacht hat.

Ein paar Minuten später kam er nochmal zu uns herunter und sagte mir, dass er uns eine Kollegin zur Unterstützung schickt, damit ich zu einem klärenden Gespräch hochkommen kann. Naja. Ich weiß nicht. In der Zeit des Gesprächs konnte ich mich sammeln, wir haben uns gegenseitig unsere Argumente mitgeteilt, warum jeder denkt wie er denkt.

Mein Fazit: Impfen macht nicht frei.

Ich habe bei der Krankenkasse einen Antrag auf Hautüberschussentfernung gestellt. Brüste, Bauch und Oberschenkel. Ich hab Angst davor, will das aber unbedingt. Dadurch würde ich zwangsweise auf der Arbeit ausfallen. Für längere Zeit. Juchu. Und wenn dann alles gut verheilt ist, werde ich mir einen neuen Arbeitsplatz suchen. Notfalls eben in meinen alten Beruf zurückkehren.

Zu dem ehemaligen Kita-Vater ist der Kontakt nur noch sporadisch. Er vertritt eine ähnliche Meinung wie mein Chef und das ist mehr als abturnend. Ich raffe es nicht, wie Menschen so wenig nachdenken können, sich wenig anderweitig als im Mainstream informieren. Aber gut. Es ist wie es ist.

Letzte Woche war der erste Todestag meines Vaters. Unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht. Nach wie vor habe ich doll mit seinem Tod zu kämpfen. Gar nicht so sehr damit, dass er nicht mehr da ist, denn irgendwie ist er das, viel mehr damit, wie er gestorben ist. So allein, so hässlich.

Meine sehr kranke Schwester hat wieder mega dolle Gesundheitsprobleme. Eine erneute verschlossene Stelle in den Beinvenen und damit eine enorme Wassereinlagerung. Sie sagt, dass sie schlimme Schmerzen hat und niemand kann ihr wirklich helfen. Das Hauptproblem ist, sie ist schwanger. Und ich bin mal wieder wütend auf die Natur… Ok.

Jedenfalls hätte sie im Februar einen Termin gehabt um diese verengte Stelle zu beseitigen. Ging aufgrund der Schwangerschaft nicht. Meine Schwester will das Kind nicht behalten, was ich sehr befürworte. Sie hat auch alles nötige für einen Abbruch in die Wege geleitet, doch die Krankenkasse hat sich so ewig Zeit mit der Kostenübernahme gelassen.

Samstag rief sie den Bereitschaftsarzt. Dieser verschrieb ihr Schmerzmittel, sagte ihr, dass sie am Montag zum Arzt gehen soll, damit er ihr Wassertabletten verschreibt. Gestern, am Sonntag hielt sie die Schmerzen nicht mehr aus und fuhr ins Krankenhaus. Sie haben sie untersucht, ja verengte Stelle, dennoch kein akuter Notfall, somit wieder nach Hause geschickt.

Heute zum Arzt. Einweisung für’s Krankenhaus, sie wieder hin und soll nun morgen wieder kommen. Einfach nur schrecklich! Hätte sie einen positiven PCR-Test, würde man Himmel und Hölle in Bewegung setzen. Manchmal wünschte ich mir, es wäre für sie einfach vorbei. Was für ein scheiß Leben. Okay, ja… man hängt irgendwie dran, aber diese ständigen Probleme, diese ewigen Schmerzen. Und ihre armen Kinder. Meine arme, arme Schwester. Sie tut mir so unendlich leid und ich kann ihr nicht helfen.

Ich habe ein neues „Hobby“ für mich entdeckt. Fotografieren. Am liebsten Tierfotos, aber auch Landschaft find ich toll. Ich habe mir eine gute Kamera, einige tolle Objektive und sonstiges Zubehör zugelegt. Meine einzige Möglichkeit schöne Dinge in meinem Leben festzuhalten. Ja, das Fotografieren, die Bildverarbeitung usw. gibt mir viel Kraft und Ruhe. Beim Fotografieren bin ich so fokussiert, dass ich stundenlang in einer Pose ausharren kann und in mir eine unglaubliche Stille herrscht. Das ist so entspannend. Keine Streitgespräche in meinem Kopf, keine Trauer, keine Sorgen… für ein paar Stunden.

Nur auf dem Weg zur Arbeit. Jeden Morgen auf der Brücke, da schreit es so furchtbar laut in mir!

Allerhand

2020

Das Jahr ist zwar vorbei, aber nichts ist vergessen:

  • Tod einer Freundin
  • Suizidversuch meiner Schwester
  • Tod meines Vaters
  • 10 Stunden mit ausgerenktem Kiefer
  • Tod meiner Tante
  • Kitakind und Fieberkrampf
  • CORONA

Dieses Jahr hängt mir noch so sehr in den Knochen, ich bin unglaublich erschöpft. So sehr, dass ich meine Arbeit gerade mal so auf die Reihe bekomme. Für Januar und Februar habe ich sogar eine Stundenreduzierung beantragt. Ich bekomme es gerade nicht auf die Reihe! – Ich muss wieder öfter zur Therapie!

2020

Horrorjahr 2020

Hallo…

ich wollte gestern schon schreiben, hatte dann weder Kraft noch die Nerven dazu. Und irgendwie weiß ich auch nicht so recht, warum ich jetzt schreiben, weil eigentlich ist vermeintlich alles gut einpackt…

Gestern. Mein erster Arbeitstag nach zwei Wochen Krankheit, obwohl ich mich immer noch nicht wirklich fit fühle. Und er sollte ein Alptraum werden. Ich habe schon so viel erlebt, so viel gesehen, so dass ich oft denke, es kann nicht mehr schlimmer kommen. Und bäääm! Es reißt mir den Boden weg und kurioserweise stehe ich dennoch.

Ich versuche mal so neutral wie möglich zu schildern und ich weiß, gleich geht das Zittern wieder los, was gestern geschah:

Gestern waren eine Kollegin und ich mit drei Kindern unterwegs. Ein Zwillingspärchen und ein Einzelkind. So waren wir mit zwei Wagen unterwegs. Es war nach dem Mittagessen. Alle drei Kinder sind noch in der Eingewöhnung und beginnen ihren Mittagsschlaf im Kinderwagen an der frischen Luft.

Wir wollten uns für unterwegs einen Kaffee kaufen. Meine Kollegin blieb draußen und ich stellte mich in der Bäckerei an. Und ich hörte laut meinen Namen. Ich drehte mich um, sah meine Kollegin mit einem Kind im Arm panisch werden. Ich rannte raus.

OMG! Meine Kollegin hielt mir ein lebloswirkendes (keine Körperspannung) Kind hin. Verdrehte Augen, röchelnd, blauanlaufend. Ich legte es mir aufs Knie, fühlte kurz im Mund (manchmal behalten Kleinkinder Essensreste drin), nichts. Es wurde blauer, dass nach Luftschnappen lauter. Ich gab meiner Kollegin die Anweisung den Rettungsdienst anzurufen. Warteschleife. Ich legte das Kind zunächst auf die Seite, weil so viel Speichel rausfloss. Ich drehte es zu mir. Blau… scheiße. Andere Menschen waren da. Ich rief um Hilfe. Ein Mann kam auf die Idee, in die nahegelegene Arztpraxis zu laufen. Ich drehte den Kleinen wieder zu mir, wollte mit der Beatmung beginnen… hier muss ich kurz aufhören zu schreiben!

Die Ärztin aus der Praxis kam dazu. Sie kontrollierte seine Augen und er nahm ein hörbaren Atemzug. Und dann verschwand zusehens die blaue Farbe, er wurde wieder rosiger.

(Selbst im Liegen ist mir jetzt schwindelig.)

Es dauerte ewig bis die Feuerwehr kam. Und jetzt ohne Quatsch, die haben fast 15 Minuten gebraucht. Das war der Horror. Die Ärztin kam dann auf die Idee, das Kind in die warme Bäckerei zu bringen und dort auf eine bequeme Bank zu legen. Ich trug ihn hinein. Sie äußerte den Verdacht auf einen Fieberkrampf, da er sich warm anfühlte. Ich fühlte nichts mehr, außer den fehlenden Boden und seinem Atem. Meine Augen waren nur auf sein Gesicht fixiert.

Achso, in der Zwischenzeit habe ich meine Kollegin mit den beiden anderen (schlafenden) Kindern zurück in die Kita geschickt. Sie sollte die Mutter informieren….

Und dann hörte ich endlich die Sirenen. Ich schob Tische und Stühle beiseite und sie kamen rein. Guckten sich das „friedlich schlafende“ Kind an, was genau in diesem Moment ausgiebig gähnte, die Augen öffnete, aber nicht da war, der Blick immer noch total verdreht.

Ich trug den kleinen Mann zum Krankenwagen. Ich sollte mich in den Stuhl setzten, wurde angeschnallt und sollte das Kind gut festhalten. Und dann saß ich da… der Sanitäter war toll, wirklich! Er fragte mich nach Name, Anschrift etc. des Kindes. Wusste ich natürlich nicht aus dem Kopf. Sagte ihm, dass ich meine Kollegin anrufe, sie soll mir die Daten durchgeben. Ich holte mein Handy raus. Dann sah ich es. Mein Körper gehörte nicht mehr ganz mir. Ich zitterte so stark, dass ich mein Telefon nicht bedienen konnte. Und sagte es ihm auch so. Er war sehr verständnisvoll und sagte, dass es meistens so wäre, dass die Angehörigen mehr beruhigt werden müssen, als die Verletzten. Woraufhin ich erwiderte, dass das ja das Schlimme ist. Es ist nicht mein Kind. Ich trage hier die Verantwortung für ein fremdes Kind. Er sagte, ich soll mir keine Sorgen machen. Die wären erst „berechtigt“, wenn ich merke, dass die Rettungskräfte nervös werden.

In der Rettungsstelle angekommen, war es noch ein weiter Weg zur Kinderrettungsstelle. Die konnte wegen Sanierungsarbeiten nicht direkt angefahren werden. Jedenfalls liefen wir durch die langen, schrecklichen Gänge und der Sanitäter fragte mich, ob er mir das Kind mal abnehmen soll. Man muss dazu sagen, auch wenn das Kind erst Ende Oktober ein Jahr alt wird, es sehr groß und wirklich schwer ist. Aber ich konnte ihn nicht abgeben. Vielleicht brauchte ich etwas, woran ich mich festhalten konnte.

Angekommen. Anmeldung. Hier wurde er gewogen (12 kg) und es wurde Fieber gemessen (39°). Dann ging es in einen Behandlungsraum. Er wurde wacher. Endlich! Aber immer noch ein benommener Blick. Er wurde verkabelt und bekam ein Fieberzäpfchen. Ich trug ihn die meiste Zeit. Sobald er hingelegt wurde, fing er an zu weinen. Und dann sah ich sie endlich. Die Mama des Kindes. Sie war total außer sich, die Sorge stand ihr buchstäblich ins Gesicht geschrieben. Sie setzte sich zuerst auf einen Stuhl. Ich beobachtete sie. Während ich ihr Kind trug und die Ärztin irgendetwas an ihm machte. Die Mutter fing an, mit dem Oberkörper vor und zurück zu schaukeln. Und dann sprach ich sie an. „Möchtest du ihn jetzt übernehmen?“ Sie sprang sofort auf. Und es gab ihr wahrscheinlich die gleiche „Sicherheit“ wie mir, dieses Kind zu halten. Sich selber daran festhalten. Eine Aufgabe haben, nicht ohnmächtig sein.

Dann kam nochmal für mich ein Ereignis, welches ich schlimm in meiner Erinnerung finde. Die Blutabnahme. Dadurch, dass das Kind so übergewichtig ist, fand die Ärztin keine Vene. 4 VIER erwachsene Menschen, mir inkl., hielten diesen kleine Kind fest, damit die Ärztin auf gut Glück reinstechen konnte. Er hat sooooo gebrüllt und sich versucht zu wehren. Ich war für die Beine zuständig. Und ich habe ihn so doll festgehalten, dass danach meine Fingerabdrücke sichtbar waren. Und das wurde zweimal gemacht. Das war sooooooo schrecklich. Er hatte nicht die Chance sich zu wehren…

Sie müssen zur weiteren Diagnostik im Krankenhaus verbleiben, deutet aber alles auf einen Fieberkrampf hin.

Ich fuhr zurück zur Arbeit…

Horrorjahr 2020

Kita-Vater

Wahnsinn!

Heute trafen wir uns wieder. Boah! Ich war wirklich hübsch. Ich trug einen weißen Spitzenbody, einen dunkelblauen Rock, sowie dunkelblaue Unterwäsche, an den Füßen war ich nackt. Ein Ring schmückte rechts den zweiten Zeh, ein blau-silbernes Herz-Fußkettchen zierte mein Fußgelenk, eine Herz-Kette den Hals und zwei paar Ohrringe meine Ohren. Die Augen blau-grau geschminkt.

Letzte Woche kaufte ich mir ein Vibrationsei, das mit einer Fernbedienung gesteuert wird. Das trug ich heute. Und ich war soooo feige. In meiner Vorstellung drückte ich ihm die Fernbedienung in die Hand und sagte, dass er doch so technikaffin sei und wenn er sie zu bedienen weiß, ich das spüren werde.

Ich wollte den richtigen Moment abpassen. Leider habe ich den verpasst und es gesellten sich noch andere Kita-Mütter dazu. Naja, Thema war hauptsächlich die Kinder. Bäh, langweilig. Ich schrieb ihm eine Nachricht bzw. drei.

1. ich möchte dir gerne etwas geben

2. eine Fernbedienung (hier sagte ich ihm, dass ich ihm eine Nachricht geschrieben hatte)

3. ich schickte ihm ein Bild des Vibrationseis.

Er setzte sich dann auf meine andere Seite. Und ich reichte sie ihm. Er nahm sie an. Er brachte seine Tochter nach Hause zur Frau und holte sich ne Jacke und dann kam er wieder runter. Und es wurde toll. Boah. Er hat sich das getraut. Und wir redeten darüber, wie es sich anfühlt. Seine Blicke dabei. Es war mega, obwohl das funktionierte, wie es wollte. Wir konnten die Steuerung nicht so wirklich herausfinden.

Als er nach Hause musste, gab er mir die Fernbedienung zurück. Ich drückte auf aus. Es schaltete sich glücklicherweise nicht aus, sodass ich dann noch seine Umarmung genoss, während es in mir vibrierte.

Mit diesem Mann Sex zu haben, dass muss gigantisch sein.

Kita-Vater

Zeit

Es wird mal wieder Zeit für einen Eintrag.

Ach, ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal schrieb. Heute ist mir danach zu Mute… gestern traf ich mich mit einer sehr langjährigen Freundin. Ich glaube, sie ist die Freundin, die ich am allerlängsten kenne. Schon in unserer Jugend haben wir sexuelle Dinge gemeinsam erfahren. Nicht so, wie man jetzt denken könnte, aber dazu kam es gestern Abend.

Naja und eigentlich ist es wieder nicht erwähnenswert. Weil es ist nicht das wonach ich dürste…

Kita-Vater. Er geht mir einfach nicht aus dem Kopf und aus dem Herzen. Und kein anderes Sexerlebnis scheint mein Bedürfnis zu befriedigen.

Heute fühle ich mich irgendwie… naja! Nicht das ich was bereue, aber es gehört wieder in diese Kategorie, hätte man sich sparen können. Ich hab’s eigentlich auch eher meiner Freundin zur Liebe gemacht, weil die sich das schon ziemlich lange gewünscht hat, zu sehen, wie ihr Freund mit einer anderen schläft. Und ich hatte Lust auf Sex, vor allem auf sie…

Ich denke, so wie ich mich kenne, wird das bald wieder vergessen sein, so unspektakulär war das.

Zeit

betrunken

Ich trinke viel zu viel. Heute schon zwei Gläser. Und es treibt mich immer mehr in die Depression.

Ich kann auch ohne. So ist es nicht, aber mit ist alles vermeintlich viel einfacher. Ein Teufelskreis.

Ich denke aktuell dran, mich mal wieder in eine Klinik einweisen zu lassen…

betrunken

Verlust

Heute ist wirklich ein schwieriger Tag. So viele Verluste. Vorgestern ist mir ein Handy kaputt gegangen. Einfach so. Ich wollte es wie üblich per Fingersensorabdruck entsperren. Mein Display zeigte mir noch Meldungen über eingegangene WhatsApp – Nachrichten an. Und dann wurde das Display schwarz und nichts ging mehr. Leider habe ich noch ungesicherte Daten darauf, die mir wichtig sind. Es ist fast wie mit dem Tod, erst danach spürt man den vollen Wert des Verlustes.

Mein Mann würde eine Datenrettung versuchen wollen. Unmöglich. Ich muss mich nun entscheiden zwischen Daten und „funktionierender“ Ehe. Wenn er sähe, was alles zwischen mir und dem Kita-Vater ablief, auch wenn es nur virtuell ist, es wäre das Ende unserer Ehe.

So habe ich mich nun online auf die Suche begeben, extern jemanden zu finden. Also sprich nach Reperaturservices, die diesen Service ebenfalls anbieten, gesucht. Hab erstmal zwei Anfragen versandt.

Es gibt eine einzige Sprachnachricht meines Vaters und die möchte ich unbedingt wieder haben. Aber auch den Chatverlauf hätte ich gerne. Wir haben uns nicht oft gesagt, dass wir uns lieb haben, wenn auch immer gespürt, aber es gibt diesen einen Dialog. Und Fotos. Was wäre ich traurig, dass alles für immer zu verlieren.

Ich glaube alles in allem trägt zu meiner heutigen unendlichen Traurigkeit bei.

Hinzukommt, dass ich vier tolle Kolleginnen verloren habe. Alle vier schwanger und ich nach so vielen Jahren immer noch nicht. Tada, da sind sie wieder, die verhassten Tränen und der fette Kloß im Hals!

Verlust

Danksagung

Ich schreibe gerade die Danksagungen. Schöne Karten. Verlassenes Ruderboot ohne Ruder, auf einem einsamen See, mit einem einzigen kahlen Baum.

Thema der Beerdigung war ja – Lass nun ruhig los das Ruder (Reinhard Mey).

Dabei läuft Musik. Ganz unterschiedliche Musik. Und da ist sie wieder. Diese unheimliche Einsamkeit in mir. Ich fühle mich so allein. So viele Menschen die mich scheinbar mögen und doch spüre ich eine so enorme Einsamkeit, die so sehr schmerzt, dass ich denke, nur der Tod könnte das beseitigen.

Termin bei der Therapeutin steht für Donnerstag.

Niemals hätte ich gedacht, dass der Tod meines Vaters mir so sehr den Boden unter den Füßen wegzieht. Nun merke ich, wie ähnlich wir uns doch sind. Und wie sehr die Sehnsucht, wonach auch immer, so groß ist.

Danksagung